Allerorten hört man von Spice, dem neuen Rauchwerk, der Alternative zum Kiffen von Marihuana. Spice rauchen ist offiziell nicht vorgesehen, es sei eine Räuchermischung heißt es, die das Raumklima verbessern soll wie Räucherstäbchen oder Duftkerzen. Dennoch sieht man immer öfter Spice Joints durch die Finger immer jüngerer Raucher gleiten, die sich einen Spice Rausch erhoffen.
Nur bei manchen Headshops kann man Spice kaufen, Spice kostet auch nicht wirklich viel, wenn man denn den Vergleich zu Haschisch ziehen will. Die Rechtslage ist unklar, da keine illegalen Bestandteile nachgewiesen werden können, greift das Betäubungsmittelgesetz zumindest bisher nicht.
Aber selbst Experten haben keine Ahnung, was nun eigentlich in der Spice Kräutermischung drin ist. Woraus besteht Spice? Es sind mehrere Inhaltsstoffe auf den Packungen aufgeführt, einige scheinen aus vergleichbaren rauchbaren Vorgängerprodukten bekannt, andere klingen nach Fantasienamen: Meeresbohne, Blaue Lotusblume, Helmkraut, Sibirischer Löwenschwanz, Wild Dagga, Maconha Brava, Indischer Lotus, Indian Warrior und Wild Dagga zum Beispiel, im Einzelnen können die Inhaltsstoffe von Spice aber stark variieren.
Entsprechend können keine Aussagen über die Wirkung von Spice oder etwaige getroffen werden. Also erstmal bleibts dabei: Tee ist zum Trinken da, Räuchermischungen zum Räuchern, Lack zum Lackieren, Spiritus zum Desinfizieren und Klebstoff zum Kleben. Letztlich ist es schließlich auch egal, was man in Joint oder Pfeife steckt und anzündet, denn fast alle Stoffe setzen beim Verbrennen giftige Stoffe frei und wirken dann entsprechend benebelnd bis verheerend.